„Start-up HR“ – Interview mit Markus Koblmüller und David Schellander von TeamEcho über agile Personalarbeit mit Echtzeit-Feedback

HR-Start-ups bringen derzeit viel frischen Wind in die Personal-Szene. In dieser Interviewreihe werden einige innovative Lösungen vorgestellt, die dafür sorgen sollen, dass die Personalarbeit in Zeiten der Digitalisierung noch einfacher, effektiver und effizienter wird. In meiner Interviewreihe „Start-up HR“ spreche ich heute mit Markus Koblmüller und David Schellander, die mit TeamEcho ein Tool anbieten, um eine agile Führungs- und Personalarbeit durch wirksames Echtzeit-Feedback zu unterstützen.

Was ist die Idee hinter Eurem Start-up und was war Eure ganz persönliche Motivation, mit der Ihr das Unternehmen (mit-)gegründet habt?

Unsere Vision ist, dass jeder gerne in die Arbeit geht. Deshalb haben wir ein Stimmungsbarometer für Unternehmen entwickelt. TeamEcho bietet einen Echtzeit-Einblick ins Betriebsklima, macht die Stimmung jederzeit greifbar und hilft, eine tolle Kultur aufzubauen, die sich wiederum positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt.

Welchen konkreten „Need“ Eurer Kunden sprecht Ihr an und welchen strategischen und/oder operativen Mehrwert bietet Ihr Euren Kunden?

Wenn jemand aus dem Management Mitarbeiter/-innen fragt, wie es ihnen gerade geht, antworten diese meistens mit „Danke, gut“ oder „Es passt alles“. Sehr oft passt jedoch etwas nicht, aber die Mitarbeiter/-innen scheuen sich davor, die Probleme persönlich anzusprechen, und geben dadurch selten ehrliche Antworten.


Die klassische Mitarbeiterbefragung ist mit hohem Aufwand verbunden und greift oftmals zu kurz


Die klassische Mitarbeiterbefragung greift hier auch zu kurz. Sie ist mit sehr großem Aufwand verbunden, ist stark von der aktuellen Tagesverfassung abhängig und bietet dabei nur einen punktuellen Einblick – fast so, als wenn man in der Nacht mit dem Auto fährt und nur alle 1 bis 2 km kurz das Licht anmacht.

Für Führungskräfte ist es oft sehr schwierig, ehrliches Feedback zu bekommen. Und für Mitarbeiter/-innen ist es oft sehr schwierig, Themen, die sie beschäftigen, persönlich anzusprechen. Das führt oft dazu, dass eine Schlüsselmitarbeiterin kündigt und die Führungskraft aus allen Wolken fällt. Und da fängt es an, richtig weh zu tun: Unsere Kunden rechnen für einen unerwünschten Abgang einer Schlüsselarbeitskraft mit Neubesetzungskosten von sechs Monatsgehältern bis zu zwei Jahresgehältern. Und der Druck hier wird in der nächsten Zeit vor allem in den Branchen, die ohnehin schon unter Fachkräftemangel leiden, weiter zunehmen.

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TeamEcho hilft, jederzeit zu wissen, wie es den Mitarbeiter/-innen wirklich geht, aufkommende Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig ermöglicht TeamEcho den Mitarbeiter/-innen regelmäßig anonym und ehrlich Feedback geben zu können. Somit unterstützen wir unsere Kunden nicht nur dabei, die Mitarbeiterbindung und das Employer Branding zu stärken, sondern auch ein nachhaltig positives Betriebsklima aufzubauen und damit natürlich auch wirtschaftlich erfolgreicher zu sein.

Was genau unterscheidet Euch von anderen Anbietern auf dem Markt?

Viele Anbieter herkömmlicher Mitarbeiterbefragungen sind sehr gut darin, Reports zu erstellen, die bis zur dritten Nachkommastelle genau sind – aber für die man am Ende Beratungsleistung braucht, um sie zu verstehen. Zusätzlich beschränken sie sich immer um einen punktuellen Einblick.


Als Kompass für die agile Führungs- und Personalarbeit macht TeamEcho Trends sicht- und greifbar


Mit TeamEcho werden Trends sicht- und greifbar. Es ist wie ein Kompass für die agile Führungs- und Personalarbeit. Unsere Auswertungsergebnisse sind intuitiv aufbereitet und sofort nach der Beantwortung der Fragen verfügbar. Unser Stimmungsbarometer öffnet einen zusätzlichen Feedback-Kanal und zeigt, wie es den Mitarbeiter/-innen wirklich geht. Anhand von vollautomatischen, regelmäßigen Kurzbefragungen (mit je nach Relevanz wechselnden Fragen) auf der Basis eines ausgeklügelten Befragungsalgorithmus, werden die richtigen Fragen zur richtigen Zeit gestellt.

Was sind in der Praxis konkrete Einsatzzwecke/Use Cases für Euer Produkt? Kannst Du dazu eine kurze Success Story beschreiben?

TeamEcho ist bei den verschiedensten Unternehmen im Einsatz: von kleinen 15-Personen-Unternehmen bis hin zu Telekommunikationsunternehmen mit mehreren tausend MitarbeiterInnen. Bei Magna oder Doka über die Universität Wien oder das Berufsförderungsinstitut Oberösterreich bis hin zu karriere.at oder Ernst&Young.

Dementsprechend unterschiedlich ist auch das Anwendungsspektrum. Einerseits wird TeamEcho als Stimmungsbarometer zusätzlich zur klassischen (z. B. konzernweiten) Mitarbeiterbefragung eingesetzt, andererseits auch als Ersatz für diese klassische Befragung verwendet. Zusätzlich haben wir neben unserem Stimmungsbarometer auch Schwerpunktmodule, z. B. für die Themen Führung, für die Messbarmachung und Verbesserung der internen Servicequalität oder unser Digitalisierungsbarometer, das in Kürze verfügbar sein wird.

Wie der Einsatz in der Praxis aussehen kann, zeigt z. B. dieses Video mit Österreichs größter Recruitingagentur epunkt:

Welche Voraussetzungen muss ich als Unternehmen schaffen, um Euer Produkt/Eure Leistung gezielt einsetzen zu können? Welche Fallstricke lauern Deiner Erfahrung nach in der Praxis und wie können diese gelöst werden?

TeamEcho ist für nahezu jedes Unternehmen mit zumindest 15 Mitarbeiter/-innen einsetzbar. Obwohl wir stärker im Bereich mit vielen Bildschirmarbeitsplätzen vertreten sind, ist unsere Lösung auch ohne PC-Zugang nutzbar, z. B. übers Handy oder auf Terminals. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist jedoch, dass das Unternehmen auch wirklich Feedback erhalten und sich als Organisation weiterentwickeln möchte. Unternehmen der Schiene „der Mitarbeiter soll arbeiten, der bekommt eh seine Kohle“ gehören nicht zu unserer Zielgruppe.

Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einer kontinuierlichen Feedback-Kultur mit TeamEcho haben wir in unserem Blog festgehalten:

1) Skepsis überwinden
2) Mit einer kleineren Gruppe beginnen
3) Effektives Feedback fördern
4) Den Feedbackprozess in Gang halten
5) Feedback umsetzen

Links zum Weiterlesen


Über die Gründer

koblmuellerschellander

TeamEcho wurde von MMag. Markus Koblmüller (li.) und DI David Schellander (re.) 2015 in Linz gegründet.

Mittlerweile steht hinter TeamEcho ein rund 15-köpfiges Team, die Online-Software ist bei über 100 Organisationen im Einsatz und konnte bislang mehr als 700.000 Feedbacks sammeln.

Homepage: www.teamecho.de | Twitter: @teamecho_at


Quelle des Artikelbilds: Teamecho

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